Chef

So macht Dein Chef – was Du willst!

Eines vorweg: Nicht jeder oder jede Vorgesetzte hat einen “Knall”. Manche sind super Vorbilder oder Mentoren – die einen immer wieder aufs Neue motivieren können.

Einziges Problem: Diese Sorte ist eher selten!

Zur Zeit schimpfen wohl zwei Drittel aller Berufstätigen in Deutschland darüber, wie chaotisch / unfähig oder selbstherrlich der Cheffe(in) doch seien. Wie geht es Euch so im Alltag ? ist das ähnlich? Solltet Ihr das einfach hinnehmen? – NEIN!

Jeder noch so schwierige Vorgesetzte lässt sich guiden, zumindest ein bisschen… Um dies aus der zweiten oder dritten Reihe steuern zu können, musst du lediglich wissen, mit welchen Chef-Typ Du es zu tun hast. Zum Beispiel:

DER DIKTATOR(IN) > typisch: duldet keinen Widerspruch und hat im Büro das Zepter und die Krone in der Hand. Duldet auch keinen Widerspruch.

DER DRAMATIKER(IN) > typisch: leidet unter extremen Stimmungsschwankungen und müsste eine Ampelanlage vor seiner Tür haben, damit man die aktuelle Laune besser erkennen kann.

DER UNSICHTBARE(IN) > typisch: nie greifbar und andauernd in Meetings oder weit weg.

DER HELIKOPTER(IN) > typisch: möchte alles unter Kontrolle haben und selbst dem Praktikanten noch delegieren.

DER BLINDE(IN) > typisch: hat keine Ahnung von der Sache und intelligentes Leben wurde in seinem Büro noch nicht entdeckt.

DER SPRUNGHAFTE(IN) > typisch: heute so, morgen so – trifft zwar Entscheidungen, die aber beim nächsten Meeting wieder gedreht werden.

DIE LUSCHE > typisch: macht keine Ansagen und gleicht einem nassen, unbeweglichen Sack. Beschlüsse brauchen Wochen.

Gib Deinem Chef, war er wirklich braucht: Zuspruch!

Nun – checke Deinen Cheffe ab “woran liegt er Wert? Was sind seine Schwerpunkte?” Je besser Du diese studierst, desto vorhersehbarer wird er.

Hier einige Tipps und Anregungen wie Du ihn/sie geschickt von unten führst und so zu einem BOSS-FLÜSTERER wirst:

Tipp 1 – Krieche dem Chef nicht in den Hintern. Knallt er Dir zu viele Aufgaben auf den Tisch, dann konfrontiere ihn mit der Arbeitsrealität, statt Überstunden zu schieben. Erstelle ein Protokoll über Dein Pensum, natürlich nur (weil Du Wert auf seinen Rat legst: “Ich wollte wissen, ob Sie eine Idee haben, wie ich noch effektiver arbeiten könnte”). Schon ist klar, welche Aufgaben Du abgeben kannst und wer im Team Dir unter die Arme greifen kann.

Tipp 2 – Fließen Informationen und Fragen immer nur in Deine Richtung, dann bitte Deinen Boss um einen täglichen Routine-Austausch. Erkläre ihm, was alles liegen bleibt, wenn kein Chef-Feedback kommt und das mit fünf Minuten Austausch täglich schon vieles geklärt werden kann. Wichtig: Wechsele am Ende auf die Gefühlsebene: “Sie können uns da einfach am besten helfen”. Bei konkreten Fragen konfrontiere ihn mit Deinen Lösungsvorschlägen und benenne Deinen Favoriten zum Schluß (man tendiert immer dazu, sich für das Letztgenannte zu entscheiden).

Tipp 3 – war der eben genannte Tipp zu schleppen? Dann frage Deinen Cheffe, wer in seiner Abwesenheit seine Vertretung ist (die oder der  Vorgesetzte des Boss – oder gar Du selbst?). Auf Ersteres wirst Du wenig Lust haben, deshalb könntest Du so geschickt  mehr eigene Entscheidungsspielraum raushandeln.

Tipp 4 – Gewöhne Dir ab, alles persönlich zu nehmen! Es liegt an ihm – nicht an Dir! Sollte er mal wieder toben, dann nehme ihm den Wind aus den Segeln (und sei es nur wegen Lappalien). Entschuldige Dich bei ihm – basta, denn so vergisst er eher den Vorfall. Hört er aber nicht auf, dann zeige ihm die kalte Schulter: “Das wird mir jetzt zu emotional und zu wenig sachlich.” Damit verschaffst Du Dir Respekt und er weiß – er sollte sich das nächste Mal zusammenreißen.

Tipp 5 – Du musst Dich zum Head of Verlässlichkeit machen! Erkläre ihm haarklein, gern anhand von Zahlen und Fakten wie Du das Projekt angehen wirst. Wieder hole Dich dabei, denn je öfter man etwas hörst, desto eher glaubt man es. Gebe ihm das Gefühl, die Fäden in der Hand zu haben und ihn somit absicherst, den richtigen Weg zu gehen. Spreche Dich im Team ab und nutze Deinen Einfluss als Gruppe (Wenn es alle so machen, muss es ja richtig sein).

Tipp 6 – nicht öffentlich werden! Kläre widersprüchliche Sachen im Vier-Augen-Gespräch oder einer E-Mail. Wenn es öffentlich sein muss, dann nimm`Dein Vorschlag/Lösunf und tarne das ganze als sein Vorschlag – und lass`Deinen Chef glänzen.

Tipp 7 – bleibe freundlich auf Sachebene! Er/Sie ist ein Schaumschläger und es nervt Dich, dann mache ein “hm – hm” und komme auf die Sachebene zurück. Er bracht doch nur Zuspruch und es muss ja keine tägliche La-Ola-Welle sein. Gebe ihm nur das Gefühl – gut zu sein. Lass`ihn nicht spüren, dass Du seinen Job besser machen könntest – eher: “ich verstehe Dich doch”-Atmosphaäre und sei ein sympathischer, verlässlicher Mitarbeiter an seiner Seite. Somit begleitest Du ihn bei wichtigen Meetings und der Ober-Cheffe nimmt Dich wahr.

Tipp 8 – gebe Deinem Chef nicht zu viele Optionen! Treffe eine Entscheidung und wenn diese gut begründet ist, dann das Du den Vorgesetzten auf Deiner Seite. Die Entscheidung übersteigen aber Deine Kompetenzen ? Dann mache Deinem Boss eine Pro- und Kontra-Aufstellung und dann muss nur noch beantwortet werden Antwort A oder B? Nichts passiert? Dann hilft nur noch: “Ohne diese Entscheidung können wir nicht weiterarbeiten.”

Dich nervt trotzdem die Situation ? – nun, dann überlege Dir, was ist Dir in Deinem Leben wichtig und was willst Du aus Deinem Leben machen. Gibt es Alternativen – und wenn ja, welche?

Frage Dich auch einmal. warum bist Du im Angestelltenverhältnis? Wegen Deinem Sicherheitsdenken? Was würde passieren, wenn Du etwas ganz anderes machen würdest – ja, wenn Du sogar selber BOSS oder CHEFFE werden würdest? Wer das was für Dich?

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